Weichenantrieb
Der Weichenantrieb stellt die Weiche in die gewünschte Lage. Bei der Straßenbahn hat sich diese Technik stark gewandelt – ein Detail, das Epoche und Steuerung deiner Anlage prägt.
Vom Fahrleitungskontakt zur modernen Steuerung
Früher stellte sich die Weiche über einen Fahrleitungskontakt: Ob der Triebwagen beim Überfahren Strom zog – also fuhr oder rollte – entschied die Stellung. Seit 1996 ist diese stromabhängige Methode in Deutschland verboten, weil zu fehleranfällig. Heute arbeiten Weichen mit induktiver Übertragung, Funk oder Infrarot, gesteuert anhand der Liniennummer im Fahrzeugrechner.
Die Weiche ohne Antrieb
Nicht jede Weiche braucht überhaupt einen Antrieb: Die selbsttätige Rückfallweiche stellt sich durch die Spurkränze des Fahrzeugs und fällt danach federbelastet zurück. An Stellen, wo immer nur eine Richtung aktiv befahren wird, genügt sie völlig.
Im H0-Modell
Auf der Anlage übernimmt ein elektromagnetischer oder motorischer Weichenantrieb das Stellen, ansteuerbar über einen Digitaldecoder – so lässt sich die Weiche aus der Zentrale oder automatisch im Fahrweg schalten. Alternativ bildest du die Rückfallweiche mechanisch nach; das spart Verkabelung, ist aber weniger flexibel.