Stromabnehmer

Der Stromabnehmer überträgt den Fahrstrom von der Oberleitung auf den Triebwagen. Seine Bauform verrät beim Vorbild oft die Epoche – und das gilt auch fürs Modell.

Vom Lyrabügel zum Einholmstromabnehmer

Ältere Straßenbahnen trugen den Lyrabügel, einen leichten Schleifbügel in charakteristischer Leierform. Später folgte der Scherenstromabnehmer, aus dem zur Gewichts- und Platzersparnis der heute übliche Einholmstromabnehmer entstand. Wer ein bestimmtes Vorbild baut, wählt die Bauform also passend zum Baujahr – ein Lyrabügel auf einer modernen Niederflurbahn wäre ein Zeitfehler.

Funktionsfähig oder Attrappe

Am Modell gibt es den Stromabnehmer als reine Attrappe oder als funktionsfähiges Metallteil, das tatsächlich Strom von der Oberleitung abnimmt. Sommerfeldt fertigt eigene H0-Straßenbahn-Stromabnehmer aus Metall, die du auf einen decodergesteuerten Triebwagen setzen kannst. Funktionsfähig lohnt sich nur, wenn auch die Oberleitung stromführend ist.

Zusammenspiel mit der Oberleitung

Der Stromabnehmer ist nur so gut wie die Oberleitung und der Fahrdraht, gegen die er arbeitet: Drahthöhe und Anpressdruck müssen stimmen, sonst reißt der Kontakt in engen Kurven und an Weichen ab oder der Bügel springt ab.