Baureihen bei Modellstraßenbahnen
Eine Baureihe ist ein Fahrzeugtyp in Serie. Für den Modellbau lohnt der Blick auf die Baureihen, die das deutsche Stadtbild prägten – und die es als H0-Modell gibt. Mit der Wahl legst du zugleich Epoche und Stadt fest.
Tatra T4D
Der Tatra T4D aus tschechischer Produktion war der Standard-Triebwagen vieler DDR-Großstädte – Dresden, Leipzig, Halle und Magdeburg. Als Einrichtungswagen gebaut und 14 m lang, gibt es ihn mit B4D-Beiwagen als H0-Set in Normalspur. Sein Gelenk-Verwandter KT4D fuhr in Erfurt, Gera oder Potsdam.
Düwag-Gelenkwagen (GT6/GT8)
Im Westen dominierte der Düwag-Gelenkwagen ab 1956 – der GT6 mit sechs, der GT8 mit acht Achsen. Er fuhr in Dutzenden Städten von Düsseldorf bis Mannheim. Als H0-Modell führen ihn Halling, Roco und Rivarossi in verschiedenen Stadtvarianten.
Siemens Combino und Bombardier Flexity
Die moderne Niederflur-Ära prägen zwei Familien: der modulare Siemens Combino (20 bis 54 m lang, als H0-Modell von Rietze) und die Bombardier-Flexity-Familie vom 70-%-Niederflurwagen bis zur 100-%-Multigelenkbahn.
Was die Baureihe fürs Modell bedeutet
Die Baureihe entscheidet über fast alles: Spurweite, Stromabnehmer-Bauform, Hoch- oder Niederflur und ob du eine Wendeschleife brauchst. Lege dich auf eine Baureihe und eine Stadt fest, dann passt der Rest der Anlage dazu.