Hochflurfahrzeuge

Hochflur-Straßenbahnen haben einen hoch liegenden Wagenboden mit Stufen am Einstieg – die klassische Bauform vor der Niederflur-Ära. Im Modell sind es die Fahrzeuge, die jahrzehntelang das deutsche Stadtbild bestimmten.

Der Düwag-Gelenkwagen

Der wichtigste Hochflur-Typ ist der Düwag-Gelenkwagen aus Düsseldorf. Die Bezeichnung folgt einem System: GT = Gelenktriebwagen, die Zahl nennt die Achsen, ein angehängtes Z steht für Zweirichtung. Der GT6 (sechs Achsen) lief ab 1956 in Düsseldorf und bei der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn, der achtachsige GT8 folgte 1958. Die Wagen waren meist 2,2 m breit, in Köln bis 2,5 m.

Wo der Düwag fuhr

Kaum ein Typ war so verbreitet: Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Krefeld, Mannheim/Ludwigshafen, Bielefeld, Braunschweig, Bonn, Heidelberg, Mainz, Kiel, Würzburg und Wuppertal fuhren Düwag-Gelenkwagen, dazu Basel und Rotterdam. Für eine westdeutsche Stadtanlage ist er deshalb fast Pflicht.

Als H0-Modell

Den Düwag-Gelenkwagen gibt es gut nachgebildet in H0: Halling führt GT6-Varianten (u. a. Düsseldorf), Roco brachte Kölner Wagen heraus, und Rivarossi bietet einen Heidelberger GT6 mit Digitalschnittstelle. Achte auf die Spurweite deiner Vorbildstadt.

Abgrenzung zu Niederflur

Im Gegensatz zu Niederflurfahrzeugen haben Hochflurwagen Stufen und einen durchgehend hohen Boden. Diese Wahl bestimmt, welche Fahrzeuge zu deiner Epoche passen – ein GT6 gehört nicht neben eine moderne Niederflurbahn.