Niederflurfahrzeuge

Niederflur-Straßenbahnen haben einen durchgehend tiefen Wagenboden für stufenlosen Einstieg. Sie sind das moderne Gegenstück zu den Hochflurfahrzeugen und prägen das heutige Stadtbild.

Die erste Vollniederflurbahn

Den Durchbruch brachte der GT6N: 1989 als Prototyp nach Bremen geliefert, ging er am 9. Februar 1990 als weltweit erste 100-%-Niederflurstraßenbahn in Betrieb. Davor gab es nur teilniederflurige Wagen mit hochflurigen Bereichen über den Fahrwerken.

Siemens Combino

Der Siemens Combino (von Siemens, dem Nachfolger von Düwag) ist eine modulare Niederflurbahn in Multigelenkbauweise mit wechselnd angetriebenen und aufgehängten Modulen. Die Längen reichen von 20 m beim dreiteiligen Wagen (etwa in Erfurt und Nordhausen) bis zu 54 m beim sechsteiligen Combino Plus in Budapest.

Bombardier Flexity

Die Flexity-Familie deckt mehrere Bauformen ab: Der Flexity Classic ist auf 70 % seiner Länge niederflurig und fährt in Deutschland, Schweden, Polen und Australien; der Flexity 2 ist eine 100-%-Niederflurbahn in Multigelenkbauweise, lieferbar in verschiedenen Längen und als Ein- wie Zweirichtungsfahrzeug.

Als H0-Modell

Den Combino gibt es als H0-Modell von Rietze in vielen Stadtvarianten (z. B. Erfurt, Freiburg, Basel) – im Maßstab 1:87 mit beweglichem Faltenbalg, allerdings als Standmodell ohne Antrieb. Für Fahrbetrieb braucht es ein motorisiertes Fahrwerk.