Wendekreis
Der Wendekreis ist die Fläche, die eine Wendeschleife als Ganzes einnimmt. Während der Radius nur die Krümmung eines Bogens misst und die Wendeschleife die Gleisführung beschreibt, geht es hier um eine reine Planungsfrage: Wie viel Platz frisst das Wenden?
Vom Radius zum Durchmesser
Der Wendekreis ergibt sich direkt aus dem kleinsten fahrbaren Radius: Ein Bogen von 22 cm Radius beschreibt einen Kreis von rund 44 cm Durchmesser – plus den Platz für die beiden Zufahrtsgleise daneben. Diese runde Grundfläche musst du auf der Anlage frei halten, egal wie die Schleife im Detail liegt.
Welches Fahrzeug bestimmt den Wendekreis?
Maßgeblich ist immer das längste Fahrzeug, das die Schleife befahren soll. Ein kurzer Zweiachser kommt mit dem engsten Bogen aus; ein langer Gelenkwagen mit Jakobs-Drehgestell braucht einen größeren Mindestradius und damit einen größeren Wendekreis. Plane die Fläche nach diesem Fahrzeug, nicht nach dem kürzesten.
Wendekreis in die Anlage einpassen
Erst wenn der Wendekreis steht, platzierst du Gebäude und Straßen darum herum – ein Häuserblock, ein Platz oder eine Grünfläche kann den Kreis verdecken. Prüfe zugleich, ob die Oberleitung dem engen Rund folgen kann. So wird aus der nackten Wendefläche ein glaubwürdiger Stadtraum.