Motor
Der Motor sitzt beim Triebwagen und bestimmt, wie fein eine Modellstraßenbahn anfährt und langsam fährt – gerade im Stadtverkehr mit vielen Halten ist das entscheidend.
Der Glockenankermotor
Hochwertige H0-Straßenbahnen nutzen meist einen Glockenankermotor. Der Name kommt von der glockenförmigen Ankerwicklung; weil Fritz Faulhaber das Prinzip 1958 patentierte, heißt er auch Faulhaber-Motor. Er läuft besonders ruhig und feinfühlig – ideal für ruckfreies Anfahren an Haltestellen. Halling setzt seine ALX-Antriebe genau darauf aus.
Was im Digitalbetrieb zu beachten ist
Ein Glockenankermotor ist empfindlich: Steht das Fahrzeug, darf kein Wechselstrom anliegen, sonst nimmt der Motor Schaden – das zählt bei der Wahl von Decoder und CV-Einstellungen. Außerdem hat er keine innere Selbsthemmung; auf einer Steigung kann ein abgestelltes Modell zurückrollen.
Antrieb und Beiwagen
Angetrieben ist nur der Triebwagen; ein Beiwagen läuft stromlos mit. Spezialisten wie sb-modellbau rüsten ältere H0-Fahrwerke auf Glockenankermotoren um, wenn der Originalantrieb zu grob läuft.