Beiwagen

Der Beiwagen ist das antriebslose Fahrzeug einer Straßenbahn, das von einem Triebwagen gezogen wird. Im Modell ist er das Gegenstück: kein Motor, kein Decoder – er läuft stromlos mit.

Beiwagen beim Vorbild

Klassisch bildet ein Triebwagen mit einem oder zwei Beiwagen einen Zug. Zum Tatra-Triebwagen T4D gehört der Beiwagen B4D, gebaut von 1967 bis 1987: Bei ihm wurde der Fahrerstand entfernt und durch einen Sitzbereich ersetzt, sodass 28 Sitz- und 72 Stehplätze entstanden. 789 B4D liefen in Dresden, Halle, Leipzig und Magdeburg. Auch viele Düwag-Züge hatten passende vierachsige Beiwagen.

Warum überhaupt Beiwagen?

Ein Beiwagen ist deutlich günstiger als ein Triebwagen, weil ihm Motor, Antrieb und – wie beim B4D – meist auch der Führerstand fehlen. Verkehrsbetriebe erhöhten damit die Kapazität in der Hauptverkehrszeit, ohne einen teuren zweiten Triebwagen zu beschaffen. Auf der Anlage kannst du so tagsüber einen Solowagen und zur Spitzenzeit einen längeren Zug zeigen.

Beiwagen im H0-Modell

Weil der Beiwagen keinen Antrieb hat, ist er im Modell einfacher und günstiger – er rollt nur mit. Stromabnahme und Digitalisierung bleiben beim Triebwagen; verbunden werden beide über die Kupplung. Ein Tatra-T4D-Set enthält typischerweise drei Trieb- und einen Beiwagen.