Doppeltraktion

Doppeltraktion bezeichnet den gemeinsamen Betrieb von zwei angetriebenen Triebwagen in einem Zug. Bei der Vorbild-Straßenbahn diente das vor allem der Kapazität auf stark belasteten Linien.

Doppeltraktion beim Vorbild

Typisch sind die Tatra-Großzüge der DDR. In Dresden gab es vier Zugbildungen: den Solowagen (1×T4D), den Zug aus Trieb- und Beiwagen (1×T4D + 1×B4D), die Doppeltraktion aus zwei Triebwagen (2×T4D) und den Großzug aus zwei Trieb- und einem Beiwagen (2×T4D + 1×B4D). Beide Triebwagen sind angetrieben und werden gemeinsam gesteuert.

Warum Doppeltraktion?

Doppeltraktion erhöht die Kapazität auf stark belasteten Linien, ohne dass ein einzelnes Fahrzeug überlang werden muss. Statt eines sehr langen Wagens fahren zwei kürzere Triebwagen gekuppelt – flexibler, weil man sie in der Schwachlastzeit wieder trennen und einzeln einsetzen kann.

Doppeltraktion im H0-Modell

Im Modell heißt Doppeltraktion, dass beide Triebwagen einen Antrieb und Decoder haben und synchron fahren müssen – elektrisch über die Kupplung oder per digitaler Vielfachsteuerung gekoppelt. Ein Beiwagen dazwischen läuft stromlos mit. Das verlangt gleichmäßigeren Lauf als ein einzelner Triebwagen.