Fahrzeugtypen
„Fahrzeugtyp" fasst zusammen, wie sich Straßenbahnwagen unterscheiden. Für den Modellbau sind drei Einteilungen wichtig – jede entscheidet, was auf deine Anlage passt.
Nach Antrieb: Trieb- oder Beiwagen
Der Triebwagen hat Motor und Führerstand, der Beiwagen läuft antriebslos mit. Im Modell wird nur der Triebwagen motorisiert und digitalisiert; mehrere angetriebene Wagen bilden eine Doppeltraktion.
Nach Fahrtrichtung: Ein- oder Zweirichtung
Ein Einrichtungswagen (z. B. Tatra T4D) braucht eine Wendeschleife, ein Zweirichtungswagen (z. B. Düwag GT6Z) kehrt am Stumpfgleis. Das ist die wichtigste Frage für die Gleisplanung.
Nach Bodenhöhe: Hoch-, Teil- oder Niederflur
Vom klassischen Hochflurwagen (Düwag GT6/GT8) über Teilniederflur bis zum modernen Niederflurwagen (Combino, Flexity) – die Bodenhöhe verrät die Epoche und bestimmt den Bahnsteig.
Nach Gelenkigkeit: Zwei-, Gelenk- und Mehrgelenkwagen
Schließlich unterscheidet man nach Aufbau: Der zweiachsige Solowagen ist kurz und nimmt engste Bögen, der Gelenkwagen (etwa der Düwag GT6) besteht aus zwei über ein Jakobs-Drehgestell verbundenen Teilen, und moderne Mehrgelenkwagen wie der Combino reihen mehrere Module aneinander. Je länger und gelenkiger, desto mehr Radius braucht das Fahrzeug.