Gleisgeometrie
Gleisgeometrie meint die geometrischen Eckwerte des Gleises – Radien, Spurweite, Bogen- und Weichenmaße. Bei der Straßenbahn gelten dabei andere Regeln als bei der Eisenbahn.
Was die Straßenbahn-Geometrie besonders macht
Straßenbahngleis erlaubt sehr enge Radien (im Modell um 22 cm), weil die Rille der Rillenschiene die Räder eng führt. Die Spurweite richtet sich nach der Vorbildstadt – Normalspur (16,5 mm), Meterspur (H0m, 12 mm) oder schmaler. Beides zusammen bestimmt, welche Gleise und Fahrzeuge überhaupt zueinander passen.
Geometrie zuerst
Beim Planen entscheidet die Geometrie, was möglich ist: der kleinste Radius deiner Fahrzeuge, der Platz für eine Wendeschleife und die Lage der Weichen. Erst die Geometrie, dann die Gebäude – nicht umgekehrt, sonst passt am Ende die Schleife nicht hinter die Häuserzeile.
Geometrie und Oberleitung
Auch die Oberleitung ist Teil der Geometrie: Der Fahrdraht muss den engen Bögen in kurzen Stücken folgen können. Wer die Gleisgeometrie sauber plant, erspart sich später Kontaktabrisse und Entgleisungen.